Verlegung aller Fliesensorten

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Verlegung von XXL-Fliesen und Platten

Großformatige Fliesen, in Größen von bis zu 1 m x 3 m, werden immer beliebter. Durch den geringen Fugenanteil veredeln sie jeden Raum und verleihen ihm ein sehr elegantes und exklusives Erescheinungsbild. Doch die Verlegung von XXL-Fliesen und Platten ist im Vergleich zu Standardformaten wesentlich anspruchsvoller und komplexer und erfordert viel Know-How, Erfahrung und Geschick.

Eine ungeeignete oder unzureichende Grundierung des Untergrundes kann auf Dauer zum Versagen des Haftverbunds und zur Ablösung des Belages führen. Deswegen ist es hier äußerst wichtig, die Untergrundvorbehandlung besonders sorgfältig durchzuführen.

Wenn man große Fliesen verlegen will, muss der Untergrund absolut eben und glatt sein! Daher ist im Bodenbereich die Verwendung von hochwertigen selbstverlaufenden Spachtelmassen zwingend erforderlich. An der Wand werden Ausgleichsspachteln und Dünnlagenputze eingesetzt und noch nass abgezogen.

Aufgrund des geringen Fugenanteils bei großformatigem Belagsmaterial und den großen Mengen an Spezialklebemörteln, ist bei der Verlegung von Großformat-Fliesen, Platten und Keramikelementen die Austrocknung des Klebemörtels deutlich verlangsamt. Deswegen kommen nur schnell erhärtende und trocknende Dünnbettmörtel auf Basis von Aluminatzement und Calciumsulfat, sogenannte Ettringitbildner oder Naturstein- und Großformatkleber zum Einsatz.

Beim Verlegen großer Fliesen reicht ein nur einseitiger Mörtelauftrag nicht aus, um einen festen Verbund zum Untergrund herzustellen. Deswegen werden XXL-Fliesen im sogenannten Buttering-Floating-Verfahren verlegt. Dabei wird der Fliesenkleber sowohl auf den Untergrund, als auch auf die Rückseite der Fliese bzw. Platte aufgetragen. Auf diese Weise werden kleinere Unebenheiten ausgeglichen und ein ausreichender Haftverbund zwischen Verlegematerial und Untergrund erreicht. Somit werden auftretende Spannungen zuverlässig abgebaut und Spannungsrisse im Belag verhindert.

Die großen Fliesen und Platten werden mit Hilfe von Saughebern getragen und so präzise wie möglich angesetzt. Ist der Fliesenkleber vollständig getrocknet, kann verfugt werden. Mit dem Fugengummi wird der Fugenmörtel diagonal in die Fliesenfugen gestrichen. Die Fuge zwischen Sockel- und Bodenfliesen wird dauerelastisch mit Silikon verfugt.

Verlegung von Mosaikfliesen

Mosaikfliesen bieten großen kreativen Spielraum um das eigene Zuhause durch ein einzigartiges Mosaik massiv aufzuwerten. Abhängig vom Material der Mosaikfliesen, gibt es Keramikmosaik, Natursteinmosaik, Glasmosaik, Kristallmosaik und vieles mehr.

Die Formen sind nicht nur auf quadratisch und rechteckig beschränkt, sondern es gibt auch polygonale, runde oder ovale Mosaikfliesen. Das vielfältige Angebot an Materialien, Größen, Farben und Formen lädt dazu ein, das Badezimmer oder die Küche ganz individuell zu gestalten.

Mosaikfliesen werden als Mosaikfliesenmatten oder sogenannte Mosaiknetze geliefert. Die Fliesen sind entweder mit ihrer Rückseite auf ein Kunststoffnetz aufgeklebt oder werden von einer Papierverklebung auf der Vorderseite zusammengehalten. Das Verlegen von Mosaikfliesenmatten erfolgt wie das herkömmliche Fliesenlegen, jedoch haben Mosaikfliesen einige Besonderheiten die beim Verlegen berücksichtigt werden müssen.

Zunächst wird der Untergrund für die Mosaikfliesen vorbereitet und danach der Bereich für die Fliesen angezeichnet. Nun wird der Fliesenkleber gemischt und aufgetragen. Im nächsten Schritt erfolgt das Verlegen der Mosaikfliesenmatten.

Die Fliesenmatten werden in das aufgetragene Klebedünnbett gedrückt und zusätzlich mit einer langen Abziehlatte angepresst. Damit wird sichergestellt, dass die Mosaikfliesenmatten alle gleich tief in den Kleber gedrückt werden.

Dabei wird stets die Ausrichtung der Mosaikfliesen im Auge behalten und regelmäßig mit Schlagschnur und Wasserwaage überprüft. Solange der Fliesenkleber nicht getrocknet ist, kann man bei Bedarf noch nachbessern.

Der Vorteil von Mosaikfliesenmatten ist, dass sie zumeist direkt über Hindernisse, Absätze und Kanten gelegt werden können. Bei Glasmosaiken wird ein weißer Kleber bzw. Naturstein- oder Dispersionskleber verwendet, da dieser Kleber nicht durchscheint.

Nachdem der Fliesenkleber komplett ausgehärtet ist, werden die Mosaikfliesen verfugt. Dafür wird ein weicher Mörtel verwendet, der die Keramikfliesen nicht zerkratzt (Natursteinmörtel).

Der Mörtel wird mit einem Fugengummi diagonal zum Fliesenverlauf aufgetragen und verteilt. Hat er etwas in den Fugen angezogen, wird er mit einem feuchten Schwamm und Wasser abgewischt. Die Anschlussfugen werden mit Silikon verfugt.